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Montag, 31. August 2009

COMPUTERBILD: Daten-Löschprogramme im Test

Daten löschen - für die meisten PC-Benutzer ist das ein Mausklick oder Tastendruck. In Sekundenschnelle liegen die Daten im virtuellen Papierkorb. Wird dieser dann vom Nutzer geleert, ist alles weg - für immer, meinen die meisten. Ein gefährlicher Trugschluss! Denn mit einigen Tricks und Kniffen lassen sich so einfach gelöschte Daten wieder herstellen. Und das ist besonders brisant, wenn die Festplatte oder der Computer verkauft wird und ein Fremder so private Dokumente, E-Mails, Passwörter, Bilder und vieles mehr einsehen kann. Damit gelöschte Daten tatsächlich für immer weg sind, reicht die Löschfunktion über PC-Bordmittel nicht aus. Das versprechen aber Spezialprogramme. COMPUTERBILD hat in der aktuellen Ausgabe sieben von ihnen getestet (Heft 19/2009, ab Montag im Handel).

Daten sind nur dann wirklich sicher gelöscht, wenn sie mit anderen Daten überschrieben werden. Das gilt für Festplatten wie auch für USB-Speicherstifte und Speicherkarten. Genau das machen Löschprogramme: Sie überschreiben die zu löschenden Daten so oft mit Zahlenfolgen aus Nullen und Einsen, dass diese nicht mehr lesbar sind. Dieses Prinzip variiert je nach Software und unterscheidet sich nur in der Zahl der Überschreibvorgänge und der Datenmuster. Die getesteten Kandidaten bieten meist mehr als ein Verfahren an. COMPUTERBILD empfiehlt das dreifache Überschreiben nach dem US-Standard DoD - ein Kompromiss zwischen Sicherheit und Löschdauer. Damit dauert das Löschen einer 140 Gigabyte Festplatte rund eine Stunde, beim Peter-Gutmann-Verfahren (35-faches Überschreiben) über 13 Stunden.

Ergebnis des COMPUTERBILD-Tests: Fast alle Testkandidaten löschen Daten absolut zuverlässig. Nur auf Ascomp Secure Eraser ist kein Verlass, weil das Programm Datenreste übrig lässt - Note "mangelhaft". Verschiedene und sichere Löschfunktionen, eine einfache Bedienung und verständliche Erläuterungen bietet der unumstrittene Testsieger O&O Safe Erase 4.0 (29,90 EUR). Einziger Nachteil ist die etwas geringe Löschgeschwindigkeit. Der zweitplatzierte HD-Shredder (19,90 EUR) entfernt Daten doppelt so schnell, löscht aber keine einzelnen Dateien und Ordner, sondern nur komplette Datenträger. Die meisten Programme kommen mit allen Speichermedien zurecht. Drei der getesteten Programme - Active Killdisk, Drive Scrubber, DBAN - gibt es nur in englischer Sprache.

Mehr Tests von COMPUTERBILD unter www.computerbild.de/tests

Samstag, 8. November 2008

Technikmagazin CHIP testet Security Suiten - Internet-Gefahren - Welche Software wirklich schützt?

Alle 30 Sekunden geistert ein neuer PC-Schädling durchs Internet. Von den meisten dieser Störenfriede bekommt der Computernutzer nichts mit: Moderne Security Suiten haben die Lage gut unter Kontrolle, nur ganz selten gelingt es einem Virus, sich epidemisch auszubreiten. Dennoch gibt es bei den Sicherheitspaketen wichtige Unterschiede, wie das Technikmagazin CHIP in seiner neuen Ausgabe schreibt. Vor allem bei der Nutzerfreundlichkeit erreichten nicht alle Hersteller höchstes Niveau.

Sieben Security Suiten zu Preisen zwischen 35 und 40 Euro wurden von CHIP getestet. Bei der Erkennung bekannter Schadsoftware nahmen sich die Programme nicht viel: Fast alle schafften eine Quote von mehr als 98 Prozent, einzig Panda Internet Security 2009 fand nur knapp 92 Prozent. Auch bei der Jagd nach Spyware gab es mit Bitdefender Internet Security 2009 nur einen negativen Ausreißer: Erkennungsrate 88 Prozent.

Allerdings macht eine hohe Trefferquote allein noch keine gute Security Suite aus. Wichtig ist auch die richtige Reaktion auf noch unbekannte Viren. Ein gutes Schutzprogramm muss fremde Bedrohungen blitzschnell erkennen können. Da ein Signaturen-Update im Zweifel zu spät käme, kombinieren alle Hersteller ihre Antiviren-Programme mit so genannter verhaltensbasierter Malware-Erkennung. Im Idealfall erkennen die Tools in Sekundenbruchteilen, ob sich unter neuen PC-Daten ein Angreifer befindet. Bitdefender und Panda, die bei der Erkennung bekannter Schädlinge Schwächen zeigten, mischen in dieser Disziplin erfreulicherweise vorne mit.

Den Testsieg holte sich etwas überraschend Norton Internet Security 2009. In Sicherheitsfragen ist diese Security Suite über alle Zweifel erhaben – sie bietet die beste Erkennung im Testfeld. Doch auch ergonomisch zeigt sich das Paket deutlich verbessert – offensichtlich hat Hersteller Symantec entsprechende Kritik an früheren Versionen ernst genommen. CHIP-Redakteur Fabian von Keudell: „Symantec hat die Oberfläche komplett überarbeitet. Das hat sich gelohnt: Der User sieht sofort, ob mit seinem System alles in Ordnung ist.“ Auch die Suite von Kaspersky, die in der Gesamtwertung knapp hinter Norton rangiert, überzeugt mit einer durchdachten Oberfläche.

Beim Ressourcen-Verbrauch hat Norton ebenfalls große Fortschritte gemacht. Laut CHIP-Tester von Keudell liegt das Programm damit im Trend: „Eine Security Suite, die das System ausbremst, nervt. Aber inzwischen sind alle Hersteller auf einem guten Weg. Generell lässt sich sagen: Wer mit einem Dual-Core-PC arbeitet, muss sich wegen der Systemauslastung keine Sorgen machen.“

Der komplette Testbericht steht in der neuen CHIP (Ausgabe 12/2008), die am 7. November 2008 in den Handel kommt.

Quelle. Chip