Montag, 11. Mai 2009

Teure Kaffees schmecken nicht besser als preisgünstige

Wer von noblen Namen wie „Der Himmlische“ oder „Gourmet Kaffee“ einen herausragenden Kaffeegenuss erwartet, liegt falsch. Bei einem Test von 31 gemahlenen Röstkaffees unterschieden sich 21 im Aroma nicht signifikant. Darunter waren Kaffeemarken für 2,49 Euro von Aldi oder Lidl ebenso wie Kaffee für 5,20 Euro von Dallmayr oder 4,30 Euro von Darboven (jeweils für 500 Gramm). Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Mai-Ausgabe ihrer Zeitschrift test.

Die Tester fanden aber auch Kaffees, die nach feuchter Pappe schmeckten oder sogar modrig-muffig, darunter auch je ein Röstkaffee von Tchibo und Eduscho. Vier Kaffees fielen negativ auf, weil sie zu hohe Werte des Schadstoffes Acrylamid aufwiesen.

Wer beim Kaffeetrinken auch an die Kaffeebauern und die Umwelt denkt, sollte Transfair- oder Biokaffee kaufen. Beim Vor-Ort-Test der sozialen und ökologischen Unternehmensverantwortung der 19 Anbieter der Röstkaffees zeigte sich, dass sich viele klassische Anbieter hierfür kaum engagieren. Trotz Werbeaussagen wie: „Aus den besten Anbaugebieten der Welt“ wissen sie häufig nicht einmal, woher ihr Kaffee überhaupt kommt. Bio- oder Transfair-Kaffees von Aldi (Süd), Darboven, Gepa und Lebensbaum überzeugten hingegen sowohl in der Produktqualität als auch beim Engagement für Soziales und Umwelt. Sie sind mit Preisen von 4 bis 5,70 Euro pro 500 Gramm aber auch teurer als konventionelle Kaffees. Der engagierteste Anbieter eines konventionellen Kaffees war Aldi (Nord) mit Markus Gold (2,49 Euro).

Die ausführlichen Ergebnisse findet sich in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und im Internet unter www.test.de.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Handcremes gegen Altersflecken Alle „mangelhaft“

Handcremes, die versprechen, bestehende Pigment- oder Altersflecken zu mildern, bewirken keine Veränderung. Auch nach drei Monaten erfüllten sich die ausgelobten Versprechungen nach Aufhellung der ungeliebten Male nicht, schreibt die Zeitschrift test in ihrer März-Ausgabe. Alle sieben Cremes im Test bekamen deshalb das Qualitätsurteil „Mangelhaft“.

Zwar beschieden die Tester den Cremes überwiegend „gute“ Pflegeeigenschaften. Doch die Cremes werden wegen des versprochenen Effekts gekauft und der zeigte sich nicht einmal im Ansatz. Dabei sind die Handcremes in der Regel nicht preiswert: Zwar kosten zwei nur rund 3 Euro pro 100 Milliliter, für die meisten Cremes im Test zahlt man aber mehr als 20 Euro für diese Menge und die Creme von Lancôme kostete sogar stolze 60 Euro.

„Die können Sie sich sparen“, schreibt test und rät, statt einer Handcremes gegen Pigmentflecken lieber eine „normale“ Handcreme zu kaufen, die oft auch viel preiswerter ist. Und gegen Pigmentflecken helfe am besten, sie gar nicht erst entstehen zu lassen, indem man von Jugend an für einen effektiven Sonnenschutz sorge.

Der ausführliche Test findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift test und im Internet unter www.test.de.

Frischkäse Von 25 Produkten sind 20 „gut“, einer sogar „sehr gut“

Weißer Käse, weiße Weste: Keine Keime, keine Schadstoffe, nur wenige sensorische Fehler. So lautet das insgesamt positive Fazit des Frischkäse-Tests. Für die März-Ausgabe der Zeitschrift test prüfte die Stiftung Warentest 25 Frischkäse und Frischkäsezubereitungen der Geschmacksrichtung „natur“: 20 Produkte ergatterten das Testqualitätsurteil „gut“, Almette sogar ein „sehr gut“.

Dieser Doppelrahm-Frischkäse schmeckt feinsäuerlich, sehr deutlich sahnig und hat eine lockere Konsistenz. Allgemein schätzen Liebhaber von Doppelrahmfrischkäse seine Vollmundigkeit. Die verdankt er einem üppigen Maß an Milchfett – etwa 25 Prozent.

Am meisten Anlass zum Mäkeln gaben noch die fettreduzierten Produkte bei der sensorischen Prüfung. Exquisa fitline zum Beispiel ist im Mund mehlig, der Be Light von Aldi (Süd) schmeckt leicht käsig. Typisch fettreduzierte Frischkäse indes schmecken milchsäuerlich, an Magerquark erinnert. Weil bei manchen von ihnen das Milchfett auf bis zu 0,2 Prozent reduziert ist, haben sie vergleichsweise wenig Kalorien: 100 Gramm Frischkäse der Magerstufe enthält nur 66 Kilokalorien, der Doppelrahmstufe 262.

Doch egal, ob Doppelrahm- oder Magerstufe – der wasserreiche Frischkäse verdirbt schnell, sobald die Packung geöffnet wird. Geschlossen hält er sich oft bis zu drei Monate. Bei zu kühlenden Produkten aber darf der Kühlhinweis nicht fehlen. Sonst besteht die Gefahr, dass sie mit ungekühltem Frischkäse verwechselt werden. Ungekühlter Frischkäse wie der Be Light von Aldi (Süd) enthält Konservierungsstoffe und ist zwei Monate lang bei Raumtemperatur haltbar. Im Test ist er aber sensorisch nur „ausreichend“.

Der ausführliche Test findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift test und im Internet unter www.test.de.

Billige Flüge: Schlechter Service zu niedrigen Preisen

Versteckte Kosten, mangelnder Flugkomfort und mühsames Stornieren. Wer billig fliegen will, der darf keine hohen Ansprüche stellen. Die Stiftung Warentest hat zehn Fluggesellschaften mit Billigangeboten getestet und festgestellt: Günstiges Fliegen ist nach wie vor möglich, einige Anbieter tricksen jedoch immer noch bei der Preisangabe.

Die seit November gültige EU-Verordnung, die strikte Preistransparenz von den Airlines fordert, wird oft missachtet. Zusatzangebote, wie bevorzugtes Einsteigen oder Versicherungen waren weiterhin voreingestellt. So lockt ein günstiger Preis, der nach dem Buchen oft in die Höhe schnellt. Ryanair, Easyjet, Germanwings und Condor erhielten im Prüfpunkt Preistransparenz ein „Mangelhaft“.

Wer seinen Flug nicht antreten kann, hat kaum Möglichkeiten, sein Geld zurückzuerhalten. Durch hohe Gebühren ist Umbuchen meist kaum lohnenswert, Informationen zum Stornieren von Flügen sucht man auf vielen Webseiten vergeblich. Dabei sind die Airlines verpflichtet, Steuern und Gebühren eines nicht angetretenen Fluges zurückzuerstatten.

Dennoch gilt: Wer früh genug bucht und keinen besonderen Wert auf Service legt, der kommt preiswert ans Ziel, dies meist auch pünktlich. Neunzig Prozent der Flüge landeten im geprüften Zeitraum von zwei Monaten planmäßig.

Der ausführliche Test findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift test und im Internet unter www.test.de.

Samstag, 21. Februar 2009

Basistarif privater Krankenversicherungen Nur für wenige sinnvoll

Seit dem 1. Januar ist die Krankenversicherung in Deutschland Pflicht. Wer nicht unter den Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung fällt und auch sonst über keine ausreichende Versicherung verfügt, muss sich privat versichern. Die Zeitschrift Finanztest hat genau hingeschaut und festgestellt: Der Basistarif privater Krankenversicherer hilft bei einem monatlichen Beitrag von 570 Euro nur wenigen.

Der Basistarif bietet die gleichen Leistungen wie die gesetzliche Krankenversicherung. Abgerechnet wird hier nicht mit der Versichertenkarte, sondern per Rechnung, die der Patient nach der Behandlung erhält. Anschließend rechnet er mit dem Versicherer ab. Praxisgebühren und etwaige Zuzahlungen werden dann von der Erstattung abgezogen.

Schwer- oder chronisch Kranke haben keine Leistungsausschlüsse oder Ablehnungen zu befürchten. Der Basistarif darf nicht verweigert werden, auch auf Risikozuschläge müssen die Versicherer verzichten.

Wer freiwillig gesetzlich versichert ist, dem ist von einem Wechsel in den Basistarif der privaten Krankenversicherungen dennoch abzuraten. Die Leistungen des Basistarifs sind nicht umfangreicher. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind jedoch Ehepartner und Kinder ohne eigenes Einkommen mitversichert. Menschen, die gesund und nicht all zu alt sind, sich nun seit Januar 2009 aber privat versichern müssen, sollten erst prüfen, ob ein privater Vollversicherungstarif in Frage kommt. Das bringt mehr Leistung und kann günstiger sein als der Basistarif.

Ausführliche Informationen finden sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de.

Tagesgeld Praxistest bestanden

Das Geld auf Online-Tagesgeldkonten ist schnell verfügbar und sicher vor Verlusten. Die Kontoführung ist unkompliziert und das Produkt ist einfach zu verstehen. Ein Praxistest der Stiftung Warentest hat diesen guten Ruf der Tagesgeldkonten bestätigt. Untersucht wurden 19 zinsstarke Tagesgeldkonten, die von der Stiftung Warentest im letzten Jahr aufgrund ihrer guten Konditionen empfohlen wurden. 15 Kreditinstitute erreichten das Qualitätsurteil „gut“.

Häufig sind die besten Zinsen bei Direktbanken zu finden. Diese verfügen über kein eigenes Filialnetz, sind also nur per Internet und Telefon erreichbar. Am besten abgeschnitten hat die comdirect bank. Sie bot zum Stichtag 2,5 Prozent Zinsen, für Neukunden 3,5 Prozent, dazu einwandfreien Kundenservice.

Allerdings brauchen sie bei der Kontoeröffnung Geduld. Während die schnellsten Banken ihren Kunden vollen Zugriff aufs Konto innerhalb von vier Tagen ermöglichten, ließen knapp die Hälfte aller Banken die Tester länger als neun Tage warten. Bei der Denizbank nahm die Kontoeröffnung sogar mehr als drei Wochen in Anspruch.

Betrügern sollte es schwer fallen, an Geld von Tagesgeldkonten zu gelangen. Bei den meisten Banken sind Überweisungen nur auf ein Referenzkonto möglich, das vorher vom Kunden festgelegt wird. Ungewöhnlich ist die Kontoführung bei der Advanzia Bank. Ein- und Auszahlungen werden mit Hilfe eines Formulars per E-Mail in Auftrag gegeben. Betrüger benötigen also nur ein Passwort um Überweisungen tätigen zu können. Zum Glück ist auch hier die Überweisung nur auf ein Referenzkonto möglich.

Der ausführliche Test findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de.

Montag, 22. Dezember 2008

Internet-Shops: Ein Produkt, zwei Preise

Wer für ein Produkt unnötig viel bezahlt, ärgert sich. Vor allem, wenn es auch noch im gleichen Laden günstiger geht. Bei Online-Shops ist das keine Seltenheit. Denn ein Vergleich hat gezeigt: Einige Läden verkaufen das identische Produkt oft zu unterschiedlichen Preisen. Das berichtet die Zeitschrift COMPUTERBILD in ihrer aktuellen Ausgabe 1/2009 (ab Montag im Handel).

Beispielsweise war im Internet-Shop K&M Elektronik ein und dieselbe Festplatte (Samsung HD 103UJ) entweder für rund 90 oder für 116 Euro zu haben - ein Unterscheid von mehr als 28 Prozent! Den günstigen Preis bekommt der Käufer aber nur, wenn er über den Eintrag in einer Preissuchmaschine zum Shop gelangt. Bestellt er jedoch direkt über die Seite des Online-Shops, zahlt er einen höheren Preis. Und das ist keine Ausnahme. Das haben COMPUTERBILD-Stichproben bei 40 Shops im Internet ergeben. Außer K&M Elektronik verkauften auch Hardwareversand.de, M&M Computer und Jacob Elektronik zu unterschiedlichen Preisen.

COMPUTERBILD hat die Preise von sechs Produkten der vier Technik-Shops mit der Preissuchmaschine www.idealo.de verglichen. Das Ergebnis zeigt: Ein Vergleich über eine Suchmaschine lohnt sich - in 19 von 24 Fällen war der Preis über die Preissuchmaschine günstiger. Auf Nachfrage von COMPUTERBILD erklärten die betroffenen Firmen, dass sie Preissuchmaschinen als Werbefläche sehen und mit den dortigen Angeboten neue Kunden gewinnen wollen. Eine Täuschung der Käufer sei dies nicht, Preisunterschiede indes völlig normal. Allerdings stünden die Shops ohne den Trick weiter hinten in den Suchmaschinen und würden gar nicht erst gefunden.

COMPUTERBILD empfiehlt, vor dem Kauf eines Produktes mehrere Preissuchmaschinen zu verwenden und mit den Preisen direkt in den Online-Shops zu vergleichen.

Die beste Technik zum Jahresende gibt es im Preisvergleich unter www.computerbild.de